Ausgangsstellungen (Huten)

Nicht immer macht es Sinn einem Gegner mit leicht erhobenem Schwert majestätisch entgegen zu treten. Ein zum Schlag erhobenes Schwert läßt manch einen sich nähernden Gegner langsamer werden. Man braucht sich nur hinstellen und warten. Kommt er zu nahe, schlägt man zu. Sticht er, so kann man aus dieser Position heraus sehr gut mit einem abwärts gerichteten Schlag blocken.
Außerdem sind zwei sich nähernde und sich umschleichende Gegner meist nicht statisch. Die Bewegungen fließen. Eine Veränderung in der Stellung des Gegners fordert eine Reaktion meinerseits. Folglich darf eine "Ausgangsstellung" nicht statisch, sondern nur dynamisch gesehen werden. Einen guten Einblick in die Vielfalt der Möglichkeiten (vgl. Abbildungen) findet sich in "MEDIEEVAL SWORDSMANSHIP" von John Clements.

Einige dieser Huten sind mit Vorsicht zu genießen!!!!! Eine Ausgangsstellung, die darauf hinausläuft, den Trainingpartner zu stechen ist naturgemäß für Anfänger eher ungünstig. In echten Schlachten ist das o.k.. (Wann war die letzte?) Einfache und für den Anfänger gut verwendbare Huten sind die, aus welchen man einen "Zwerg", "Ochsen", "Eber" oder ein "Dach" schlagen kann. (Vgl. Abschnitt über Grundtechniken)

Quelle: John Clements: "MEDIEEVAL SWORDSMANSHIP"; Paladin Press, Boulder, Colorado, 1998 ISBN: 1-58160_004-6
Thank´s Mr. Clements!