Sinn und Zweck einer Fechtschule.

nach Talhoffer von 1459, Tafel 11 nach Talhoffer von 1459, Tafel 12

Eine fechterische Ausbildung hat heute eine andere Zielsetzung als in der Zeit des Mittelalters. Heute ist es eher von Nachteil, seinen Gegner zu töten. Die aktuellen Fechtschulen spiegeln eher die Erfordernisse eines Sport- oder Wettkampffechtens, bzw. des Schaukampfes wider.

Wer schon einmal an einer offenen („mittelalterlichen“) Feldschlacht teilgenommen hat, wird ein skurriles Sammelsurium an Kampftechniken beobachtet haben! Viele dieser Techniken sind schlichtweg gefährlich, für den Kampfpartner, für sich selbst und für die Umstehenden. Die Einführung des A-Scheins (Zulassungsschein für Feldschlachten) ist zwar ein umstrittener Schritt, er führt jedoch in die richtige Richtung.

Eine Vielzahl der Beteiligten mag zwar sehr erfahren sein, ob sie jedoch allzeit absolute Kontrolle über ihre Waffen haben, wage ich zu bezweifeln. Eventuell sehe ich die Situation auch zu düster – ernsthafte Verletzungen sind zum Glück selten. Die entstandenen Verletzungen hätten in den meisten Fällen vermieden werden können, wenn die Beteiligten mehr Kontrolle über ihre Waffen gehabt hätten. Nicht jeder ist ein Naturtalent, nicht jeder verfügt instinktiv über die Reflexe und Fähigkeiten eines „Samurai“ oder eines „Highlanders“.

Geschulte Fechter haben ein stark vermindertes Unfallrisiko – und mehr Spaß. Ich möchte jedem Fechter ans Herz legen, sich von einem erfahreneren Sportskollegen korrigieren zu lassen, mit diesem intensiv zu trainieren und entsprechend das eigene Wissen weiter zu geben.

Die beste Möglichkeit, das eigene Wissen zu erweitern, sind Lehrgänge. Diese werden regelmäßig angeboten. Leider hört man nicht immer von den entsprechenden Angeboten. Persönlich kann ich sagen, daß ich bei jedem Lehrgang die Gelegenheit hatte, Anregungen zu sammeln und meinen eigenen Fechtstil zu verfeinern – selbst wenn ich „nur“ mit Anfängern trainiert habe.

Da Lehrgänge die beste Fortbildungsmöglichkeit sind, möchte ich an dieser Stelle auf die Termine von "tempus vivit" hinweisen. Unter den Rubriken "Termine" und "Marktplatz" findet man unter anderem auch Verweise auf Schwertfecht-Lehrgänge.